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Species / Aporrhais Sp Sylt

Aporrhais Sp Sylt

  • Aporrhais sp.

History and Synonymy

1854

Beyrich, 1854, p. 177:

  • "Beschreibung. Die norddeutschen Vorkommnisse der Aporrhais alata überragen selten die Länge von 20 Mm. Beträchtlich kleiner bleiben die Stücke von Bocholt, welche dort nicht selten sind und denen die von Bersenbrück und Reinbeck am meisten gleichen. Von den Abbildungen auf Tafel 11 stellt Figur 7 ein Exemplar in den gewöhnlichen Dimensionen von der Insel Sylt, Figur 8 die kleine Form von Bocholt dar. Von dem Gewinde, dessen Embryonalende überall fehlt, sind gewöhnlich nur 4, selten 5 Mittelwindungen erhalten. Die oberen Mittelwindungen sind gewölbt, und, wenn die Skulptur erhalten ist, mit zahlreichen Querstreifen bedeckt, ohne deutliche Längsstreifung. Die unteren Mittelwindungen erhalten unterhalb der Mitte einen mehr oder weniger ausgebildeten Kiel, und auf demselben Höcker, welche, wenn der Kiel wenig hervortritt, faltenartig verlängert sind, ohne jedoch die obere und untere Naht zu erreichen. Bei den grösseren mehr entwickelten Individuen tritt der Kiel stets in der letzten Mittelwindung stark hervor und ist dann stets nur mit kurzen, nicht in die Länge gedehnten Höckern besetzt. Von den 3 Kielen der Schlusswindung ist der unterste oft wenig entwickelt und fehlt bisweilen ganz; der mittlere ist stets vorhanden, hat jedoch meist nur undeutliche Höcker; der oberste tritt stets am stärksten hervor und ist mjt starken Höckern besetzt. Auf der äusseren Fläche des Flügels verlaufen, als Verlängerung der beiden oberen Kiele der Schlusswindung, 2 bis an den Rand heranreichende Rippen, welche den Umriss des Flügels winkelig machen, ohne jedoch je, wie dies anderwärts häufig bei derselben Art der Fall ist, in lange Finger auszulaufen. Selten bemerkt man auf dem Flügel auch eine schwache Verlängerung des dritten Kiels. Die am Gewinde aufwärts gehende Verlängerung des Flügels ist bald ein kurzer Lappen, bald ein langer bis zur Spitze des Gewindes heraufreichender Finger, der in letzterem Fall aussen einen Kiel erhält. Charakteristisch für die Art ist, dass dieser Kiel sich nie weit vom Gewinde entfernt. Auf der inneren Seite des Flügels entsprechen den äusseren Kielen Furchen, welche indess in Folge von aufgelagerter Kalkmasse fehlen können. Die Spindelplatte ist wenig erweitert; das dornförmige untere Ende der Spindel hat keine oder nur unbedeutende schmale seitliche Lappen."

Beyrich, 1854, p. 178:

  • "Bemerkungen. Aporrhais alata ist eine der weitverbreitetsten und, wie ich glaube, eine sehr bezeichnende Schnecke, in den jüngeren Miocänbildungen vom Alter der Ablagerungen des Wiener Beckens; sie hat sich an allen reicheren Fundorten in den norddeutschen Tertiärbildungen dieses Alters gefunden, sie ist gemein bei Bordeaux, und äusserst verbreitet in dem Tertiärgebiet, dessen Conchylien wir durch Hörnes kennen lernen. Durch die Form und Skulptur des Gewindes, welches in seinen unteren Umgängen kantig wird und Höcker erhält, und durch die Beschaffenheit des Flügels, auf dessen äusserer Seite die Kiele der Schlusswindung stets verlängert fortlaufen, unterscheidet sich unsere Art leicht von Aporrhais speciosa, und ist auch wohl von keinem Autor, der die letztere zu vergleichen Gelegenheit hatte, mit ihr verwechselt worden; nur eine falsche Deutung der Rostellaria pes-carbonis Brongniart's ist der Grund, weshalb auch dieser Name unter den Synonymen der Aporrhais alata auftritt. Dagegen stimmt unsere Art in den angegebenen, von Aporrhais speciosa unterscheidenden Merkmalen überein mit der lebenden Aporrhais pes-pelecani und ist deshalb auch von vielen Autoren, so auch von Hörnes, nur als eine Varietät der letzteren betrachtet worden. Dennoch sind beständig bleibende Unterschiede vorhanden, welche mich bestimmen die beiden Arten zu trennen. Bei der lebenden Aporrhais pes-pelecani entfernt sich charakteristisch der obere Finger des Flügels beträchtlich vom Gewinde, und auch der äussere Kiel des Fingers folgt dieser Richtung; dieses Merkmal, das sich nie bei der miocänen Aporrhais alata ausbildet, ist für die lebende Art in dem Grade bezeichnend, dass keine Abbildung derselben existirt, in der es nicht deutlich ausgedrückt wäre. Fossil ist die lebende Art in gleicher Weise pliocän verbreitet, wie Aporrhais alata miocän; sie ist gemein in Italien, im Crag in England wie in Belgien bei Antwerpen, und wird leitend für die Unterscheidung pliocäner von miocänen Tertiärbildungen. Auch die breiten Lappen zur Seite des Stiels, welche die lebende Art in ausgebildeten Stücken erhält, bilden sich nicht in gleicher Weise bei der Aporrhais alata; doch würde ich auf diesen Unterschied ein geringeres Gewicht legen. Aporrhais speciosa, alata und pes-pelecani sind Arten, welche einander folgen und ausnahmsweise nur sind die beiden ersten auf Sylt noch nebeneinanderliegend gefunden; Aporrhais alata ist eine bezeichnende obermiocäne, Aporrhais pes-pelecani eine ebenso bezeichnende pliocäne, quartäre und lebende Art. Aporrhais Uttingeriania ist eine selbstständige nur aus südlichen Pliocänbildungen gekannte Art, deren Synonymik bei Hörnes auch noch unter Aporrhais pes-pelecani aufgenommen ist; die lebende Aporrhais Serresiana bei Philippi (En. moll. Sic. t. 26 f. 6) scheint ihr nahe zu stehen. Für Aporrhais alata habe ich den einzigen ihr früher von Eichwald beigelegten selbstständigen Artnamen beibehalten, obwohl Eichwald so wenig ihre Eigenthümlichkeiten erkannte, dass er sie später selbst mit der Aporrhais pes-pelecani wieder vereinigt hat."

Aporrhais alata in Beyrich, 1854 from Sylt, Germany; pl. 11, fig. 7a, b

1907

Ravn, 1907, p. 304:

  • "Alle de foreliggende Eksemplarer mangler Embryonalenden og er alle mer eller mindre slidte. Skallen er tenformet. De øverste Mellemvindinger er jævnt hvælvede og dækkede af talrige Spiraler. De nederste Mellemvindinger er ligeledes hvælvede; de har noget nedenfor deres Midte en Køl, paa hvilken findes en Række af Knuder, der undertiden er forlængede til korte Tværlfolder; disse naar dog aldrig Iværs over hele Vindingen; desuden findes meget talrige, uregelmæssig vekslende, grovere og finere Spiraler. Paa Slutningsvindingen ses 3 Køle, hvoraf den øverste er den stærkeste; den er besat med en Række Knuder. Dette er undertiden ogsaa Tilfældet med den mellemste Køl, der er noget svagere end den øverste. Paa den nederste, svageste Køl ses derimod aldrig Knuder; den er undertiden meget lidet udviklet. — Yderlæben er forlænget til en stor, stærkt fortykket Vinge, som udsender en smal, fingerformet Forlængelse opad langs Spiret; denne Forlængelse naar underliden helt op til Spirets Spids, men er ofte endog betydelig kortere. Slutningsvindingens Køle fortsætter sig ud paa Vingen og giver denne et kantet Omrids, idet de to øverste af dem danner el Par fremspringende Hjørner; sjældnere — og da i ringere Grad — er dette ogsaa Tilfældet med den nederste Køl. Slutningsvindingens Spiraler løber videre ud paa Vingen; jo bredere Vingen bliver, desto mere divergerer de, samtidig med at ny ophøjede Striber indskydes mellem de gamle. Svarende til Kølene ses paa Vingens Inderside mer eller mindre tydelige Furer. — Inderlæben er noget udbredt og fortykket. Mundingen ender nedadtil med en kort, spids Kanal. Forekomst: (Sild, mange Ekspl.). Mellem og Øvre Miocæn."

Aporrhais alata in Ravn, 1907, pl. III, fig. 25


Specimens from institutional collections

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Syltian?, Upper Miocene?, Lower Pliocene?; Morsum Kliff, Sylt, Schleswig-Holstein, Germany; Coll. NHMW

Aporrhais alata (Eichwald, 1830); Miocene; Langenfelde, North Rhine-Westphalia, Germany; Coll. NHMW, No. 1874/XXIX/145

  • Comment Wieneke: Aporrhais cf. dingdenensis

Aporrhais pespelecani (Linnaeus, 1758); Miocene; Sylt, Schleswig-Holstein, Germany; Coll. NHMW, No. 1874/XXIX/128


Specimens from private collections

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Gram Formation, Gramian, Late Miocene; 21 mm; Coll. Kai Ingemann Schnetler

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Gram Formation, Gramian, Late Miocene; "Bohrung Tornesch: 21 m", Tornesch, Germany; Coll. Hartmut Schieck

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Gramian/Langenfeldian, Late Miocene; Freetz, Germany; Coll. Hartmut Schieck

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Upper Miocene; Morsum Kliff, Sylt, Germany; Coll. Sölring Museen

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Upper Miocene; Sylt, Germany; Coll. Hartmut Schieck

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Langenfeldian, Upper Miocene; Groß-Pampau, Schleswig-Holstein; 2000; Coll. Pierre Schröder

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Langenfeldian, Upper Miocene; Groß-Pampau, Schleswig-Holstein, Germany; 18,8 mm; Coll. Ulrich Wieneke

Aporrhais cf. dingdenensis Marquet, Grigis & Landau, 2002; Langenfeldian, Upper Miocene; Groß-Pampau, Schleswig-Holstein, Germany; Coll. Hartmut Schieck


References

  • Kai-Uve Bossau & Roland Klockenhoff, 1977. Neues zur Paläontologie und Stratigraphie der Sylt-Stufe am Morsumkliff/Sylt. Schr. Naturw. Ver. Schlesw.-Holst., Bd. 47, S. 25-38, Kiel 1977
  • Winfried Hinsch, 1977. Die Molluskenfauna des Syltium vom Morsum-Kliff. Schr. Naturw. Ver. Schlesw.-Holst., Bd. 47, S. 39-56, Kiel 1977
  • Ravn, J.P.J., 1907. Molluskfaunaen i Jyllands Tertiæraflejringer. Det Kgl. Danske Videnskabernes Selskabs Skrifter 7. Række. nat. og mat. Afd. III. 2. Kobenhavn, p. 215-385, Fulltext
  • Schnetler, I. 2005. The Mollusca from the stratotype of the Gram Formation (Late Miocene, Denmark), Palaeontos 7, 62-178, pls. 1-11.
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