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Species / Aporrhais Haeringensis

Aporrhais Haeringensis

Stromboidea


Original Description of Gümbel, 1861 (cited after Löffler, 1999):

  • Chenopus haeringensis Guemb., gehört zur Gruppe des Ch. pespelecani Phil., von dem er sich hinsichtlich der Oberflächenzeichnung nicht wesentlich zu unterscheiden scheint, jedoch ist der unterste Kiel des letzten Umganges mit schwachen Knoten versehen. Die Lippe ist verhältnissmässig sehr dünnschalig und kurz, indem die drei von ihr auslaufenden Zacken tiefe Buchten zwischen sich einschliessen, die Zacken sind schlank, etwas gebogen und länger, als der Hauptschalenkörper, nadelförmig zugespitzt; nach unten verlängert sich die Schale in einen schmalen, spitz zulaufenden Zacken, welcher der Länge der ganzen Schale gleichkommt; die Mundöffnung ist schmal, die Lippe des rechten Mundrandes fein gekörnelt. Diese bei Häring überaus häufige Art weist in allen, zahlreich vorliegenden, Exemplaren übereinstimmend dieselben Merkmale nach.

Locus typicus: Bad Häring, Tyrol, Austria

Stratum typicum: Zementmergel, Kiscellium, lower Oligocene

Types:

  • Löffler, 1999, p. 26:
    • "Ein wichtiger Punkt ist die Klärung der Typusfrage. Die Münchner Sammlung von C.W. v. Gümbel gilt als verschollen. Sein 1861 erschienens Werk "Geognostische Beschreibung des bayerischen Alpengebirges und seines Vorlandes" enthält keine Abbildung zu den darin gegebenen Artbeschreibungen aus Häring. Obwohl an der Eigenständigkeit von Aporrhais haeringensis eigentlich kein Zweifel bestehen kann, traten bei vorangegangenen Arbeiten (vgl. Boussac 1911: 307; Schlosser 1923: 273) anscheinend doch Schwierigkeiten der Artenabgrenzung auf, insbesondere zu der aus dem Eozän von Roncà aufgestellten A. pescarbonis (Brongniart, 1823). Aus diesem Grund ergibt sich die Notwendigkeit, einen Neotypus aufzustellen. Es wird hierzu das beim ersten revidierenden Autor Dreger (1892: Taf. 3, Fig. 1) abgebildete Exemplar gewählt, welches sich im Besitz des Naturhistorischen Museums in Wien (NHMW) befindet."

Aporrhais haeringensis (Gümbel, 1861); Neotype; Oligocene; Häring, Kirchbichl, Tyrol, Austria; see Dreger, 1892; Coll. NHMW no. 1999z0016/0001


History and Synonymy

1884

Chenopus trifailensis Bittner, 1884

  • is a synonym of Aporrhais haeringensis

1892

Aporrhais haeringensis in Dreger, 1892, pl. III, fig. 1

1999

Löffler, 1999, p. 26:

  • "Von einer Zuordnung der aus Ungarn angeführten Exemplare (Hantken 1872: 85; Hofmann 1872: 224, 1873: 206; Bogsch 1929: 21, 25; Noszky 1940: 13; Baldi 1986: 84, Taf. 9, Fig. 105, Taf. 10, Fig. 106-108) zu A. haeringensis muß ohne Kenntnis des Originalmateriales vorerst Abstand genommen werden. Interessanterweise zieht Dreger (1892: 18) nach eigener Sichtung der ungarischen Stücke die Richtigkeit der Hofmannschen Benennung in Zweifel. Zu der von Bittner (1884: 523, Taf. 10, Fig. 23) aus Trifail (heute Trbovlje, Slowenien) beschriebenen Art trifailensis muß ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß dieser selbst bemerktem seine trifailensis "[...] schliesst sich so enge an Ch. haeringensis Gümbel [...] an, dass man mit Recht bezweifeln kann, ob beide getrennt werden können [...]". In diesem Falle würde es sich bei der trifailensis eindeutig um ein jüngeres Synonym zur Gümbelschen haeringensis handeln."

Specimens from institutional collections

Chenopus haeringensis (Gümbel, 1861); Ligurianum I, Oligocene; Trifail, Lilly, Steieimark, Austria; Coll. Naturhistorisches Museum Basel; Coll. Mayer-Eymar no. s.3011


Specimens from private collections

Aporrhais haeringensis (Gümbel, 1861); Zementmergel, Kiscellium, lower Oligocene; Bad Häring, Tyrol, Austria; Coll. Herbert Gratt

Aporrhais cf. haeringensis (Gümbel, 1861); Zementmergel, Kiscellium, lower Oligocene; Bad Häring, Tyrol, Austria; Coll. Alexander Marolt

Aporrhais haeringensis (Gümbel, 1861); lower Oligocene; Alpes de Haute-Provence, France; 20 mm; Coll. Philippe Simonet

Aporrhais aff. haeringensis (Gümbel, 1861); Egerian (Chattian), upper Oligocene; Thalberggraben, Bavaria, Germany; Coll. Ulrich Wieneke

Zementmergel, Latdorfian, Oligocene; Bad Häring, Tyrol, Austria; Collection Ulrich Wieneke

References:

  • Baldi 1986
  • Bittner, A.: Die Tertiärablagerungen von Trifail und Sagor. - Jb. Geol. Reichsanst., 34, 433-600, Taf. 10, Wien 1884
  • Bogsch, L. 1929. Adatok a kiscelli agyag ujlaki és feltárásainak ismeretéhez; Diss., Univ. Budapest, 1-31, Budapest.
  • Boussac, J. 1911. Études paléontologiques sur le Nummulitique alpin; Mém. Explic. Carte géol. dét. France, I-VII + 1-437; Atlas: pl. 1-22, Paris
  • Dreger, 1892
  • Hantken, M. von 1872. Die geologischen Verhältnisse des Graner Braunkohlengebietes; Mitt. Jb. k. ungar. geol. Anst., 1: 1-147, Pest.
  • Hofmann, K. 1872. Die geologischen Verhältnisse des Ofen-Kovácsier Gebirges; Mitt. Jb. k. ungar. geol. Anst., 1: 149-235, Pest.
  • Hofmann, K. 1873. Beiträge zur Kenntnis der Fauna des Haupt-Dolomites und der älteren Tertiär-Gebilde des Ofen-Kovácsier Gebirges; Mitt. Jb. k. ungar. Anst., 2: 181-206, Pest.
  • Löffler 1999
  • Noszky, J. 1940. A kiscelli agyag Molluszka-faunaja II. rész. Loricata, Gastropoda, Scaphopoda. (Die Molluskenfauna des Kisceller Tones (Rupelien) aus der Umgebung von Budapest. II. Teil. Loricata, Gastrpoda und Scaphopoda); Ann. hist.-nat. Mus. natl. hung. (Magyar Term. Muz. Fol.), 33: 1-80, Budapest.
  • Schachl, P.K. 1939. Ein Beitrag zur Kenntnis der Fauna der Häringer Schichten. Veröff. Mus. Ferdinandeum, 19: 279-296, Innsbruck.
  • Schlosser, M. 1923. Revision der Unteroligocänfauna von Häring und Reut im Winkel; N. Jb. Mineral. Geol. Paläont., Beil.-Bd. 47:254-294, Stuttgart.
  • Schultz 1998

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