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Species / Rostellaria Tenuis

Rostellaria Tenuis

  • Rostellaria tenuis Boll, 1846

Original Description of Rostellaria tenuis by Boll, 1846, p. 173:

  • ""Sie hat 10-11 bauchige Windungen, und unterscheidet sich außer durch ihre schlankere Gestalt von der vorigen [Rostellaria pes carbonis] sehr dickschaligen durch die dünne, blattartige Substanz ihrer Schale und ihres nur in 2 Spitzen auslaufenden Flügels. Auch trägt die unterste Windung nicht 3 solcher Warzenreihen, wie dies bei R. pes carbonis und R. pespelecani der Fall ist, sondern sie hat auf allen Windungen gedrängt stehende, gebogene Längsrippen, wie die vorige Art sie nur auf den oberen Windungen trägt. Ganze Länge 13"'; größte Breite 9"'. - Selten."

Locus typicus: Sternberg, Mecklenburg-Vorpommern, Germany

Stratum typicum: "Sternberger Kuchen", Chattian, upper Oligocene

Aporrhais speciosa tenuis Boll, 1846; Chattian, Oligocene; Sternberg, Germany; Coll. Naturkundemuseum Berlin MB.Ga.7425

Comment Wieneke: This might be the senior synonym of Aporrhais megapolitana


History and Synonymy

1861

Koch, 1861, p. 212 on Aporrhais tenuis:

  • "Oberoligocän im Sternberger Gestein und in einem gleichalterigen Gerölle von Lutterdorf bei Wismar als ein's der selteneren Petrefakten; eine gute Art, für die uns die angezogene Abbildung bei Beyrich im Stiche läßt, indem die Hauptsache, die charakteristische Ausbildung des Flügels, fehlt, weshalb ich, wie schon oben erwähnt, schließe, daß von dieser Art nur höchst unvollkommene Exemplare vorgelegen haben. Diese Species zeichnet sich durch ihre schlanke, thurmförmige Gestalt aus; die Schale hat 9 Umgänge, von denen die obersten 2 bis 3 glatten Windungen zum Embryonalende zu rechnen sind; dann folgen 5 Mittelwindungen, die alle gleichmäßig mit einer Sculptur versehen sind, die sich sehr nahe der Sculptur der dritten Mittelwindung der speciosa var Megapolitana anschließt: zahlreiche gebogene Längslinien durchkreuzen sich mit scharfkantigen sehr schmalen Querleisten, wodurch ein sehr zierliches netzförmiges Maschenwerk von fast quadratischen Formen gebildet wird, indem die Zwischenräume sowohl der Längs- wie der Quer-Leistchen ziemlich von derselben Breite sind, wie diese Leistchen selbst. Es finden sich 9 bis 10 Längslinien auf jedem Umgange, und scheint diese Zahl ziemlich fest zu stehen für die verschiedenen Individuen, während die Zahl der Längsleisten mehr variirt und zwischen 36 und 40 in einem Umgange der Mittelwindungen schwankt, selten bis auf 32 zurückgeht; mit der Abnahme der Zahl der Leisten ziehen sich natürlich die kleinen Netzmaschen der Quere der Umgänge nach etwas mehr in die Länge. - Auf der Unterseite des letzten Umgangs sind die erwähnten Längsleisten noch deutlich sichtbar, im weiteren Verlauf nach der Oberseite zu aber entwickelt sich durch allmälige Zusammenziehung aus denselben eine Reihe von zierlichen Knötchen, deren etwa 10 auf der oberen Wölbung des letzten Umgangs stehen; aus dem letzten Knötchen vor dem Flügel entwickelt sich ein Kiel, der mit einer mäßigen Biegung nach oben über den Flügel wegläuft, kräftiger hervortritt, so wie er sich mehr dem Rande des Flügels nähert, und als spitzer Dorn ziemlich bedeutend über den Flügelrand vorragt. Diesem Kiel entspricht auf der Unterseite des Flügels wieder eine tiefe Furche. - Der oben erwähnte Knotengürtel steht auf dem ersten Drittheil der Höhe der Schlußwindung; auf dem zweiten Drittheil wird dieselbe von einem Kiel umgürtet der in mehr oder minder starker Entwickelung, mitunter nur schwach angedeutet, schwächere Knötchen trägt, und der in einer schwachen Biegung nach abwärts in fast gleicher Stärke über den Flügel bis an den unteren Rand desselben, und hier eine schwach vortretenden Spitze bildend, fortläuft. Ein dritter, schwächerer Kiel läuft etwa in dem halben Abstande dr beiden ersten um die Schlußwindung bis an den Flügel und hört hier auf; auch er zeigt mitunter eine schwache Andeutung von Knötchen. Von dem aus dem obern Knotengürtel sich entwickelnden Dorn des Flügels ab macht der Rand des letzteren eine schwache Biegung nach unten, zieht sich dann schräge aufwärts dem Gewinde zu und entwickelt sich hier zu einem spitzen Dorn, der sich fest an das Gewinde anlegt und an demselben sich bis zu den Embryonal-Windungen in die Höhe zieht. Die Unterseite des Flügels ist schwach schwielig verdickt; eine gleiche schwielige Verdickung der Spindelplatte verdeckt etwa den dritten Theil der Unterseite der Schlußwindung, zieht sich als schmales Band über alle Gewinde bis zu gleicher Höhe mit dem Dorn des Flügels aufwärts und bildet mit diesem Dorn eine tiefe glatte Furche. Aus dieser Darstellung erhellt zur Genüge, daß die Aporrhais tenuis eine Entwicklung des Flügels zeigt, die dieselbe mehr in die Verwandschaft der miocänen alata und der subappeninen pes graculi bringt und bedarf es wohl keiner weitern Entwickelung, daß ein Zusammenziehen dieser Art mit der speciosa völlig unthunlich ist. - Ob der Chenopus paradoxus Philippi's sich auf diese Art bezieht, ist ohne Vergleichung der Originale für jene Bestimmung nicht zu ermitteln. Es läßt sich nach der Beschreibung fast darauf schließen, jedenfalls ist aber die angegebene Zahl der Längsfalten abweichend, und das vorwiegend charakteristische Merkmal, der Flügel, hat Philipp gleichfalss nicht vorgelegen."

Figures of Aporrhais tenuis Boll in Koch, 1861: see Museum Victoria, Australia

1872

Chenopus tenuis in Koch & Wiechmann, 1872, pl. 1, fig. 1 a-c

Koch & Wiechmann, 1872, p. 122 about Chenopus tenuis:

  • "Die zahlreicheren (8—9) Umgänge, stärker gewölbt und durch tiefe Nähte geschieden, die schlankere Form mit spitzerem Embryonalende, die zierliche, gitterartige Sculptur, schon auf der ersten Mittelwindung beginnend und hervorgebracht durch 9 kräftig hervortretende Hauptspiralen, die die in gleicher Entfernung, wie diese, auftretenden geschwungenen Längsleisten (nicht Längsrippen) übersetzen, der fingerförmig, oft fast bis zur Spitze des Gewindes sich in die Höhe ziehende und fest anliegende Flügel, der dünne, aber glänzend weisse Spindelumschlag, der nicht selten über alle Windungen bis zum Ende des Flügels hinauf reicht, so wie der gerade, sehr spitz endigende Canal und die stets nur schwach ausgebildeten Knötchen der beiden Spiralen, die in 2 deutliche Spitzen am Rande des Flügels auslaufen, unterscheiden diese schöne Art zur Genüge von den verwandten Arten dieser Gattung, um ihr die Artenberechtigung zu sichern. Wir verweisen auf die genaue Beschreibung im Meklenburg. Archiv. 15, p. 212, und bemerken, dass sich Beyrichs Abbildung t. 11, f. 5, unzweifelhaft auf unsere Art bezieht, die der Autor, verleitet durch mangelhafte Exemplare bei dem seltenen Vorkommen derselben, mit dem Ch. speciosus identificirte. Das im Meklenbg. Archiv, 21, p. 144, als Ch. tenuis erwähnte Fragment von Cassel ist verloren gegangen; wir müssen dasselbe daher bei Seite lassen und können nur bemerken, dass uns aus jenen Ablagerungen einige Spitzen vorliegen, die dieser Art anzugehören scheinen. Selbstverständlich lässt sich nach solchen Fragmenten kein festes Urtheil fällen."

Specimens from institutional collections

Aporrhais tenuis (Boll, 1846); Grafenberg-Formation, Chattian, Oligocene; Neuss, North Rhine Westfalia, Germany; Coll. Naturkundemuseum Berlin


References

  • Boll, 1846
  • KOCH, F.E. & WIECHMANN, C.M., 1872, Molluskenfauna des Sternberger Gesteins in Meklenburg. Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte XXV, 1872, pp. 1-131, Neubrandenburg: Commission bei C. Brünslow.

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