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Species / Sulcogladius Haueri

Sulcogladius Haueri

Stromboidea


Locus typicus: Bad Häring, Tyrol, Austria

Stratum typicum: Zementmergel, Kiscellium, Oligocene

Original description of Rostellaria haueri by Dreger, 1892 cited after Löffler, 1999:

  • "Diese Form der Gastropoden ist die in dem Cementmergel von Häring am häufigsten vorkommende. Bei der grossen Anzahl der vorhandenen Exemplare konnte ich deutlich sehen, wie verschiedengestaltig ein und dieselbe Form durch Druck und Zerrung werden kann. Wahrscheinlich hat nicht ein Exemplar seine ursprüngliche Gestalt beibehalten. Manche Stücke sind zu einem Blatt zusammengedrückt; andere sind in den verschiedensten Richtungen verzerrt, so dass sie bald breit, bald schmal erscheinen. Leider bringt diese Erhaltungsweise es auch mit sich, dass zartere Theile, wie die Anfangswindungen oder der Mundrand, nur ganz selten erhalten sind, weshalb diese Form auch leicht für einen Fusus gehalten werden konnte, zumal die Oberflächenbildung eine gewisse Aehnlichkeit mit manchem Fusus, besonders mit Fusus Noae LMK., aufweist. Es sind etwa zehn Windungen vorhanden. Die Embryonalwindungen konnte ich nicht genau unterscheiden. Bezeichnend für Rostellaria ist die Beschaffenheit des Mundrandes. Derselbe ist etwas ausgebreitet, wenig verdickt und läuft in vier kurze, sehr selten erhaltene Fortsätze aus. Der Mundrand ist vorne mit einer Ausbuchtung versehen, hinten noch fast ein Drittel des Umganges erreichend. Die Mundöffnung ist länglich oval. Die Innenlippe ist etwas verdickt. Der Kanal ist halb so lang wie der letzte Umgang und meist ein wenig nach rechts gebogen. Eine leicht kenntliche Zeichnung bedeckt die Schale. Jeder Umgang trägt an seinem oberen Drittel einen Kiel. Unterhalb desselben treten vier oder fünf Längsrippen auf, von welchen die unterste dicht an der Naht liegt. An den oberen Umgängen sind bisweilen auch nur drei Längsrippen vorhanden. Ueber dem Kiele treten in der Regel noch zwei Längsrippen auf. Auf dem letzten Umgang ist unter dem Kiel eine schwache Einsenkung, welche bei den übrigen Umgängen nur angedeutet und entweder glatt ist oder auch eine Längsleiste trägt. Die Längsrippen, deren Anzahl auf dem letzten Umgang unterhalb des Kieles zwischen neun und zwölf schwankt, setzen sich auf dem Kiele noch fort. Der Raum zwischen den Rippen ist auf der ganzen Schale mit zahlreichen feinen Querstreifen bedeckt, welche auch bisweilen ganz schwach die Rippen überziehen. Gewisse Aehnlichkeit hat R. excelsa GIEBEL (1889, KOENEN, Das norddeutsche Unteroligocän etc., Taf. I, Fig. 6, pag. 65, aus: Abhandl. zur geol. Specialkarte von Preussen etc., Bd. X, Heft 1), welche aber keinen Kiel hat. Weiter will ich anführen: Rostellaria Hupei AL. RONALT (1848, Mém. de la soc. geol. de France, sér. 2, tom. III, pl. XVIII, fig. 9, pag. 496), diese Form hat anstatt des Kieles auf dem letzten Umgang eine Furche; R. Bachmanni MAY. (Beitr. zur geol. Karte der Schweiz, Lief. XIV, Abth. 11, pag. 55, Taf. IV, Fig. 20) hat ebenfalls keinen Kiel und eine Fissur, die fast die Spitze des Gewindes erreicht. Eine der Häringer ähnliche, aber ungekielte Form findet sich im Klein-Zeller Tegel bei Budapest. Sie zeigt auch feine Längsstreifen, in deren Zwischenräumen sehr feine Querleistchen auftreten. Unterhalb der Naht ist eine schwache bandartige Einsenkung, welche auf allen Windungen sofort aufällt."

Rostellaria haueri in Dreger, 1892, pl. III, fig. 2, 3, 4

Sulcogladius haueri (Dreger, 1892); Zementmergel, Kiscellium, Oligocene; Bad Häring, Tyrol, Austria; Coll. Herbert Gratt

Sulcogladius haueri (Dreger, 1892); Zementmergel, Kiscellium, Oligocene; Bad Häring, Tyrol, Austria; Coll. Alexander Marolt

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