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Species / Anchura Schweinfurthi

Anchura Schweinfurthi

Stromboidea


Original Description of Alaria Schweinfurthi by Quaas, 1902, p. 263:

  • "Ein schlank spindelförmiges Gehäuse mit zahlreichen gleichmässig flach gewölbten, etwas breiteren als hohen, zur deutlich entwickelten Nahtrinne sich kräftig oben und unten einschnürenden Windungen, die nur langsam an Grösse zunehmen und einen Gewindewinkel von 18-20° bilden. Als Skulptur treten ca. 30 kräftige gerundete, mit leichter Wölbung in ihrem mittleren Theile schräg vorwärts-abwärts gerichtete Querrippen auf, die von zahlreichen feinen, nur unter der Lupe erkennbaren Spiralstreifen gekreuzt werden. Der letzte Umgang geht längs eines mehr oder weniger deutlich und kräftig ausgebildeten Kieles zur flach gewölbten, scheinbar glatten, bei Lupenbetrachtung fein längs- und quergestreift erscheinenden Basis über. Die in einen langen, im unteren Theile schwach rückwärts gebogenen engen Kanal auslaufende, vorn verengte und kantig begrenzte Mündung ist in ihren näheren Umrissformen nicht erhalten. An älteren, ausgewachsenen Exemplaren tritt oberhalb des Basiskieles auf dem letzten Umgange ein weiterer, schon auf der vorhergehenden Windung angedeuteter zweiter, schwächer ausgebildeter Kiel auf. Die verdickte, in ihrer Endausbildung nicht bekannte Aussenlippe zeigt ausser schwach angedeuteter Querrippung eine feine, dichte Längsstreifung. Sie überschreitet den letzten Umgang nicht."

Comment Quaas, 1902, p. 263:

  • "Die nur in vereinzelten, meist schlecht skulptierten Schalenexemplaren ursprünglichen Erhaltungszustandes, dagegen in einer überaus reichhaltigen Sammlung theilweise oder ganz in Brauneisenstein umgewandelter, wohlskuptierter Schalen und Steinkerne vorliegende Species ist nie vollständig erhalten, lässt namentlich den specielleren Bau der Mündung, besonders der Aussenlippe, nicht beobachten. Neben kleinen, meist trefflich skulptierten, nur wenige Millimeter (6-10 mm) hohen Formen liegen grösste Exemplare von ca. 30-35 mm (ergänzter) Höhe im Durchschnitt solche mit 15-20 mm mittleren Höhenmaasses vor. Gewöhnlich ist nur die kräftigere Querberippung erhalten. Die feinen Spiralsteifen liessen nur wenige, meist jugendliche Formen unter der Lupe erkennen. Der zweite Kiel auf dem letzten Umgange tritt nur an vereinzelten grossen Steinkernen deutlich hervor (Fig. 35). Die verdickte Aussenlippe mit ihrer Längs- und Querskulptur wurde nur an einem einzelnen Schalenexemplare ursprünglichen Erhaltungszustandes beobachtet (Fig. 33). Soviel an dem untersuchten Materiale erkennbar, setzt sie nicht auf die vorhergehenden Windungen fort, liegt also eine Alaria-Art vor, die nach ihrer geringen näheren Verwandschaft zu bereits bekannten Formen als neue Species angesprochen werden muss. Als nächste Verwandte würde die von G. Müller aus dem Untersenon von Braunschweig beschrieben neue Species Aporrhais (Dimorphosoma) substenoptera zu bezeichnen sein, die bei recht ähnlicher Skulpturausbildung sich durch grösseren Gewindewinkel, entsprechend bedeutend breitere als hohe, auch kräftiger gewölbte Umgänge und besonders durch die Ausbildung der Aussenlippe unterscheidet (= Aporrhais), übereinstimmend einen zweiten, jedoch bereits auf der Basis, d.h. unterhalb der Basiskante auftretenden Kiel trägt. Aehnliche Verwandtschaft zeigt die dieser Species nächststehende A. (Rostellaria) stenoptera, Goldfuss mit kräftigerer Basisverzierung, sowie die Rostellaria calcarata, Sow.. Die von Holzapfel aus der Aachener Kreide beschriebene neue Species Aporrhais Beisseli mit ähnlich spitzem Gewindewinkel und gleich gebauten Windungen trägt weniger, dafür kräftiger, breiter ausgebildete scharfe Querrippen und einen unterhaöb der Basiskante gelegenen, gleichstark ausgebildeen Längskiel, längs welchen die bis zu ihm reichenden Querrippen jäh abbrechen. Wahrscheinlich identisch mit der vorliegenden Art sind die beiden kleinen, schlecht erhaltenen Schalenexemplare, die von Wagner als Aporrhais? sp. bestimmt wurden (weisse libysche Kreide nördlich Dachel.)"
  • Localities: 1.) Oase Chargeh: Gebel Ter, Gebel Omm-el-Rennihma, Gebel Tarruan, Gebel Omm-el-Renneiem (all "Blätterthone"); 2.) between Farafrah and Dachel ("Blättermergel"); 3.) "Ammonitenberge" ("Blätterthone")

References

  • Quaas, A. 1902. Beitrag zur Kenntnis der Fauna der obersten Bildungen der Kreide in der Libyschen Wüste (Overwegischichten und Blätterthone) - Palaeontographica 30: 153-334.
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